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Mittwoch, 19. September 2007

Saison 2008

- [g] = gemeldet -- [?] = evtl. -- [:-)] = scho gern -- 22.12.2008 -
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01 |31.03.2008 | 12d Malle | 1316 Rad-km | 89 Lauf-km | 7,8 swim
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02 |04.05.2008 | Mainz | 21,1 km | [1:26:24] |
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03 |17.05.2008 | Kreuzegg Berglauf | 12km/750Hm | [1:11:51] |
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04 |08.06.2008 | Kraichgau Triathlon | 2/60,5/14 | [3:43:53] |
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05 |15.06.2008 | Marathon Fürth | 42,195 km | [3:17:15] |
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06 |06.07.2008 | Hamburg Cityman | 1,5/40/10 | [2:36:36] |
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07 |13.07.2008 | Quelle Challenge | 3,8/180/42,195 | [10:46:41] |
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08 |31.08.2008 | Trifun Pellworm | 0,5/20/5 | [1:08:10] 3.Platz :-) |
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09 |21.09.2008 | 9. Neumarkter Stadtlauf | 10,5 km | [0:46:10] |
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10 |28.09.2008 | Berlin Marathon | 42,195 km | [3:10:24] |
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11 |12.10.2008 | Wildwestseven | 7 km | [0:26:43] |
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12 |19.10.2008 | Malle Halbmarathon | 21,1 km | [1:29:11] |
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13 |09.11.2008 | Indoormarathon | 42,195 km | [3:17:13] |
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14 |31.12.2008 | Nürnberger Silvesterlauf | 10 km | [0:40:31] |
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Buchstabendosis erhoehen ...

Sonntag, 1. April 2007

Malle Missing -14

7.30 Uhr Treffen in der Lobby zum Frühsport. Wir sind zu zweit, Thorsten und ich. Nach 2km Laufen am Strand schließt Uwe auf.
Der Tag beginnt wieder mal mit einem roten Sonnenaufgang.
Was hat es diesmal zu bedeuten?

Nach dem Frühstück und packen noch eine Runde auf dem Rad. Das einzig Nennenswerte, was bei der gemütlichen Ausfahrt über 73 km passiert, ist daß mir das Mittags-Bocadillo die Zunge rausstreckt :-)>
Auch der anschließende Lauf am Strand bei schönstem Sonnenschein verläuft normal, außer das ich mir mangels Sonnencreme doch noch ne Kante am Ärmel geholt habe :-).
Gemütliche Brotzeit auf der Hotelterasse und noch einen Bremsencheck. Gepäck verladen, Flughafentransfer, Einchecken, Abflug.
Im Flugzeug werden nochmal die Vergangenen zwei Wochen und deren wichtigsten Themen rekapitulieren.
Speckmoos, Mutantenschleim und umschalten von Fett- auf Hirnverbrennung ... das war so das Wichtigste ;-))
Dann eine butterweiche Landung in Nürnberg, was mir ein Bier in Wichsenstein einbringt.
Andocken und auf's Gepäck warten ... hier holt uns die rote Sonne wieder ein. Vier Fahrräder kamen nicht mit! Meins blieb auch verschollen :-(
Wer hat's gesehen? Hier eins der letzten Fotos, wie es sich in der Sonne von Alcúdia geb-l-a-u-t hat.
Hoffen wir mal das es heute noch ankommt.
Heute nochmal ein Trainingstag und dann eine Woche ruhig.

Das waren meine zwei Wochen Mallorca mit 1324 km auf dem Rad und 93 km auf'm Turnschuh. Vom b-l-a-u-e-n Element sind die Distanzen nicht erwähnenswert.

Bis dann
b-l-a-u

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Freitag, 30. März 2007

Malle -13

... ein schöner Urlaub neigt sich dem Ende zu ... Schade ... heute nochmal ein schöne Tour mit 160 km über Orient, Kloster Lluc und Richtung Cap Formentor.
... hier zwei Bilder davon ...

Huldigung in Muro

Richtung Cap Formentor mit super Fernsicht

bis dann
adiós
b-l-a-u

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Donnerstag, 29. März 2007

Malle 12 - kalte Dusche

Heute war's ziemlich unspektakulär. Mein Auas halten sich in Grenzen. Am schlimmsten ist noch die Ferse. Das Wetter ist auch noch ziemlich bescheiden. Wir hatte unsere Rad-Ausfahrt auf 11.00 Uhr angestezt. Cap Formentor stand auf dem Zettel. Um 10.30 kamen die ersten Sportler frisch vom Platzregen geduscht ins Hotel zurück. Also probieren wir unser Glück. Cap Formentor fällt gleich aus, da es mit einer Wolkendecke überzogen ist. Alternative über Pollenca. Hier bekommen wir unsere Dusche... Wir fahren zurück und das Wetter wird besser. Ich will noch mal die Sturzstelle vom Montag besuchen und fotografieren. Anschliesend drehe ich noch eine Runde über Muro und Sa Pobla. Knapp 70 km.

Naja, da muß noch drauf gelaufen werden. Die Ferse Spür ich ziemlich heftig und auf dem linken Pedes laufe ich ziemlich viel Vorfuß. Schaut wahrscheinlich bescheuert aus und ist auch nicht gut, aber ich will trotzdem wieder durch den Pinienwald und die Düne die 12 km vollmachen. Auf dem Rückweg wähle ich den Strand.

Durch den Starken Wind der letzten Tage hat es ziemlich viel Strandgut angespült. Hauptsächlich Müll, aber manchmal ist was Spannendes dabei. Heute war es eine Ziege - nach maps und mudsharks Motto: Strandpizza #1.
Vielleicht ist sie am Cap Formentor abgestürzt. Dort an der Steilküste soll es ziemlich viel freilaufende Ziegen geben. Der Nebel halt. Armes Tier.

So dann. Bald ist es vorbei.
Hoffentlich haben wir morgen nochmal gutes Wetter damit wir ein bißchen in die Berge können.

Adiós
b-l-a-u

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Mittwoch, 28. März 2007

Malle Nordseewetter - 11

Buenas tardes Zusammen,

also besser kann das Wetter an der Nordsee auch nicht sein. Hier hat's den ganzen Tag geschüttet. Es ist windig und kalt. Und ich weiß ... Ihr habt besseres Wetter ;-)

Gut das ich heute Ruhetag hatte. Der erste Wirkliche. Die linke Ferse hat sich heute früh als am schmerzhaftesten entpuppt. Deshalb auch kein Laufen. Die anderen Verletzungen sind nicht besonders stark. Die Schwelung am Ellenbogen ist zurückgegangen und tut nur noch bei Druck weh. Das vordere Laufrad müßte auch wieder zentriert sein. Sollte morgen einigermaßen gutes Wetter sein, steht einem neuen Ausritt nichts entgegen. Ich habe heute nur ein Spaziergang zum 3 km entfernten Radladen gemacht, um neue Schuhplatten und ein Lenkerband zu kaufen.
Total durchgenäßt habe ich mir danach ein Vollbad gegönnt. Mal sehen wie es morgen wird. Vielleicht gehen wir abends noch zur Bahnrad-WM nach Palma.
Die Königsetappe für Freitag, wo hoffentlich wieder einigermaßen gutes Wetter ist, steht auf jeden Fall schon.

Das war's von Malle für heute.
Adiós
b-l-a-u

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Dienstag, 27. März 2007

Malle Wunden lecken - 10

Der Tag fing rot an...
Leider haben wir den Blick vom Balkon auf die Bucht von Alcúdia durch einen großen Baum versperrt, aber der Sonnenaufgang war auch durch diesen Baum fantastisch anzusehen. Langsam und zischend erhob sich eine äußerst rote Sonne aus dem Meer. Eigentlich kein gutes Zeichen, zumindest sagt man immer, daß das Wetter schlecht wird und oft galt dieses Zeichen auch für eine blutige Schlacht.
Ganz so schlimm begann der Tag dann nicht. Nach dem Frühstück war ich ziemlich früh im Radkeller. Eigentlich um meine neue Ketten nochmal zu schmieren, aber gleich mußte ich feststellen, daß ich einen Platten Hinterreifen habe. Ok. Rad raus. Mantel und schlauch runter. neuen schlauch anblasen. blässt durch. Ok, schrott! Radschuhe aus und nochmal mit Socken in den dritten Stock sprinten. Zwei Schläuche mitgenommen. Runter. Standpumpe erkämpfen und montieren. Der Vorsprung ist dahin. Gemütliches schnacken vor dem Losrollen - Fehlanzeige.
9.58 bin ich fertig. 10.00 Abfahrt. 130-140 km Schnitt 26-28.
Immerhin fühlen sich die Beine gut an. Wir sind acht Leute und Rollen Richtung Petra (ein Ort ;-). Heute ist richtig wechseln angesagt. Jedes Päärchen fährt 5-10km im Wind. In Llucmajor ca. km 70 verabschieden sich zwei Leute. Über Santanyi und Felanitx wieder gen Norden. Nach Petra (der Ort!) steht nochmal eine ziemlich hohe welle an. Und die Pros, die Guten und die möchte gern Pros liefern sich ein Duell den Hügel hinauf. Ich fahre mein Tempo und bin mir meiner Gnade eigentlich sicher, daß sie oben auf mich warten, da ich auch einiges mit im Wind gefahren bin. Nix is. Als ich oben über die Kuppe komm hasste ich Ihnen mit 40-50 Sachen hinterher, komme aber nicht ran. Wie ich später erfahre wurde das Gefecht bergab gnadenlos weiter geführt. Kurz vor der "Tankstelle" (ein markanter Wegpunkt auf den RR-Strecken) gebe ich mein Versuch auf, dort noch hin zu kommen und erhole mich in einer Gruppe. Ich bin das erste Mal abgehängt worden :-(
Bei der Tanke (km 136) hole ich mir eine Cola, um mit etwas Power die letzten knapp 20 km heimzufahren. Cola in die Flasche und los! 100 m vor mir biegt eine 3er Gruppe in einen kleinen Anstieg ein, der auf meinem Nachhauseweg liegt. Da fahr ich mit! Und kämpfe mich ran. Zu meiner Überraschung muß ich feststellen, daß ich zwei Leute kenne. Es sind die beiden Jungs die in Llucmajor abgebogen sind. Der dritte ist ein Athlet mit Zeitfahrrad - das Zugpferd. mit 40-50 Sachen blocken wir gen Ziel. Kurz vor Can Picafort befinde ich mich an zweiter Stelle. Es geht leicht bergab.
Wir steuern auf die erste Ampel zu.
Grün!
42,9 km/h.
Von der rechten Seite schlendert ein ca. 13 Jahre alter Junge mit Skateboard auf den 20cm Hohen Bordstein der Hauptrasse zu. Er spielt mit dem Skateboard. Ich denke mir "Junge, pass blos auf das Skateboard auf!" Er passt darauf auf und betritt den Bordstein.
15 m zu dem Jungen.
Er schaut nach rechts (!) und bleibt stehen.
Ok alles klar" denke ich mir.
Ich bin ca. 30 cm hinter meinem Vordermann. 42,6 km/h.
Der Junge macht einen Schritt auf die Fahrbahn und ich bekomme dabei einen halben Herzkasper. Erst bei dem zweiten Schritt bekomme ich ein lautes "HEEEEYYYYY" heraus. Er schaut in unsere Richtung, aber macht den entscheidenden Schritt zuviel.
Mein Vordermann kann nicht ausweichen und bleibt mit der rechten Schulter an ihm hängen. Der Junge fällt und schlittert über die Fahrbahn. Das Skateboar fliegt in hohem Bogen davon und schlägt genau zwischen zwei Autos ein*.
Mein Vordermann kann sich erstaunlicherweise noch fangen.
Ich nicht! Beim Ausweichen begebe ich mich in die Horizontale. Auch ich schlitter auf den 20 cm Hohen Bordstein zu. Mein Hintermann schlägt mit voller Wucht in mich ein. Zwei Fahräder Rollen über mich weg. Wir kommen zum Stillstand.
Pause! Ich lieg da und steh auf. Welche Verletzungen ich habe ist mir im ersten Moment nicht bewußt und interessiert mich nicht. Wir kümmern uns um den Jungen. Er liegt dort und weint. Immerhin weint er. Anscheinend kommt er direkt aus dem Haus an der Ampel und die Mutter hat den Unfall wahrscheinlich vom Balkon aus gesehen. Er steht auf, weint kann aber laufen und sprechen. Vermutlich Verwandte deuten uns das den Umständen entsprechend alles i.O. ist. Wir kümmern uns um uns. Zuerts mal die Räder von der Straße. Mein rechter Ellbogen ist dick. Ein fetter Bluterguß bahnt sich den weg. Meine Schienbeine brennen. Andreas hat einen Cut auf der Nase und sein rechtes Knie schaut ziemlich bös aus. Beide Lenker sind verstellt. Ich habe einen leichten Achter, Andreas einen größeren. Irgendwo ist noch meine linke Ferse eingeschlagen und die linke Schuplatte hats auch teilweise zerissen. Keine Ahnung wie was wann passiert ist. Wie es mir wiklich geht, werde ich morgen früh sehen. Insgesamt können wir aber echt von Glück sprechen, daß uns da nicht mehr passiert ist.
Mit knapp 43 Km/h langmachen ist kein Spaß. Aber einmal ist immer das erste mal.

Hier noch ein Bild aus meiner Software wo man den Sturz ganz gut sieht.
links unten sind die Cursorwerte --> 42,6 km/h.
Puhh, Danke lieber Gott, daß da nicht mehr passiert ist.

So gute Nacht.
Ich muß jetzt regenerieren.

b-l-a-u :-)
*glücklichdaßersogutdavongekommenist*

*keine Ahnung warum, aber das habe ich registriert

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Montag, 26. März 2007

Malle 30 auf'm Tacho - 9

Heute früh habe ich mir mal wieder überlegt, ob ich mich der Sportgruppe III (120 km, wellig, 26-28km/h) anschließe, oder mit den Freunden etwas gemütlicher.
Wenn ich meinen Finger in den Oberschenkel gebohrt habe, hat das schon ziemlich weh getan. Außerdem merke ich meine Ermüdung nach dem zweiten Trainingsblock auch daran, daß meine Beine beim Treppauflaufen im Gegensatz zum ersten Trainingsblock nicht im dritten sondern schon im zweiten das Brennen anfangen. Aus Gewohnheit bin ich beim "Brennen" abgebogen und mußte dann schon zweimal feststellen, daß ich versuche die falsche Zimmertür zu öffnen :-)
Naja, die Wahl viel dann doch für Sportgruppe III und irgendwie bin ich immer ganz vorne mit dabei, weil ich mich nicht um die hinteren Plätze schlagen will. Nach 15 km, 8km Führen und der ersten Welle hatte ich das Gefühl meine Oberschenkel werden mit glühendem Werkzeug demontiert. Die zweite und dritte Welle dann etwas weiter hinten, waren nicht viel besser, aber irgendwie lief es dann wieder. Bei km 50 war ich dann nochmal 10 km im Wind. Da lief es dann schon besser. Das Ende vom Lied 108 km und über 30 km/h Schnitt. Etwas Regen von oben, aber auch weniger Wind.

Danach noch ein kleines Läufchen über 8,5km und das war's dann.

Die Geschichte über die Piraten muß ich Euch leider ein ander mal erzählen.

Als dann.
buenas noches
b-l-a-u

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Sonntag, 25. März 2007

Noch Malle Ruhetag 8

R-U-H-E-T-A-G

ich glaube das muß ich heute leider auch mal beim bloggen einführen.
Der Ruhetag war zu anstrengend und spannend.
Vielleicht werde ich morgen berichten ....

... über die Strandpiraten und die Brandschatzung von Port de Pollença ...

... und über die neueste Radelmode in Port d'Alcúdia ...


A-D-I-Ó-S
b-l-a-u

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Samstag, 24. März 2007

malle kleinschreiben - 7

hola.

heute schreib ich nur in kleinbuchstaben, weil ich genauso fertig bin :-)
148 km wurden wir heute um die insel gescheucht. ich muß zugeben, daß ich ab kilometer 90 nur noch gelutscht habe. bei nem 28,5 er schnitt hatten wir eine bruttozeit von 5:14:34 und eine nettozeit von 5:11:35, d.h. 3 minuten an ampeln, kreiseln und zum wissi machen anhalten, aber auf zweimal verteilt! Da hat man gerade fertig und schon macht es "klack klack" und die reise geht weiter.

nach dem ritt dann noch ne knappe halbe stunde "anlaufen".
15 min gas und wieder zurück.

aber das schönste am tag war dann die massage vor dem abendessen.
jetzt hock ich total rund gefressen in der lobby und sag tschüss.

bis morgen.
da hab ich ein bißchen mehr zeit.
da ist nämlich ruhetag :-)))
ok, vielleicht schwimmen.

ist das ein stress ;-)
als dann.
adiós
b-l-a-u

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Freitag, 23. März 2007

Malle Tag 6 - Catena sinistra am Orient

Hola!

Heute war ein orientalischer Tag. 120 km, 1250 Höhenmeter und ein 27er Schnitt. Ich hab zeitweilig ganz schön gepfiffen und meine Kette war öfters auf den linken beiden Blätter zu sehen. Von den 16 Mann beim Start sind 6 auf der Strecke geblieben. Der Wind war heute wieder etwas weniger und die Sonne hat sich sehr üppig gezeigt, aber die Temperaturen waren noch nicht kurz-kurz tauglich. Zeitweilig war mir mit Unterhemd, Trikot, Windweste, Ärm- und Beinlingen sogar so klamm, daß ich mit Mitstreitern die Möglichkeit erwogen habe, ob das überfahrene Kleingetier, welches recht zahlreich auf Mallorcas Strassen rumliegt, zur Not als Wärmeschutz taugen könnte. So ein Bunny-Ärmling wäre bestimmt total warm und in St.Moritz auch wirklich hip, aber die Aerodynamik würde durch die Löffel vielleicht etwas leiden :-)) Naja letztendlich habe ich es überstanden. Und auch am Orient auf 540m war es recht warm. Ich glaub also nicht, daß irgendwo auf Malle Schnee liegt, werde mich aber bei Gelegenheit erkundigen. Die Niederschläge waren zwar sehr außergewöhnlich die letzten Tage, aber eher wegen der Art nicht wegen der Menge.

Eine Laufeinheit habe ich mir heute erspart. Stattdessen war ich ein bißchen shoppen im Hürzeler Sportshop. Wind-, Regenjacke und Knielinge.
Danach habe ich es genossen am Strand mit Jack Johnson im Ohr zurück zu laufen.
War des schee :-))

So mein Guinnes ist leer und mein Akku auch.
Muß Schluß machen für heute.

Bist die Tage
b-l-a-u :-)

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Donnerstag, 22. März 2007

Malle Tag 5 - immer noch windig - der Arsch hält :-)

Tach Zusammen,

erstmal wieder ein schönes Bildla ;-) Das Bild ist vom Sonntag von der Laufeinheit, welches ich aber erst heute bekommen habe, da von jemand anderem fotografiert.

Heute war es kühler.
Vier mal war ich heute früh auf dem Balkon, habe das aufgewühlte Meer in der Bucht von Alcúdia begutachtet und mich gefragt, was ich anziehe. Die Entscheidung wird auch immer dadurch beeinflußt, daß man die Sportler immer zum Radkeller gehen sieht. Deren Outfit birgt auch immer eine gewisse Entscheidungsgrundlage. Die Frage war für mich: Langes Unterhemd mit Windstopper oder nicht? ... Die Entscheidung viel auf kurz, ohne. Es war grenzwertig. Auch ein bißchen mehr Material um die Füße hätte ein wohligeres Gefühl gemacht.

116 km haben wir abgerissen. In einer überschaubaren 10er-Gruppe Rund um den Berg Randa. Noch meiden wir die Hügel in der Triathlongruppe, aber nächste Woche wird das anders aussehen. Nach 95 km habe ich noch zu meinem Nebenmann gesagt, daß ich heute nix im Wind gefahren bin, bis auf die Windkanten, die wir hatten. Schwups war ich in der ersten Reihe und konnte dann noch die letzten 16 km vorne fahren zum Gewissen beruhigen. Es hat schon wieder g'scheit geblassen, aber die Sicht war super. Schade das wir immer nur so wenig Pausen machen. Zweimal Pinkeln. Das war's. Da bleibt wenig Zeit zum fotografieren und die Landschaft kann man auch nicht wirklich geniesen, da es recht flott und eng immer zugeht. Um 10.00 Uhr los um 14.30 daheim. 17.00 laufen. 12 km.
Essen, Guinnes, Bloggen ... schlafen :-)

Mal sehen, ob ich demnächst mal eine etwas ruhigere Ausfahrt mache!?

Ciao, Gute Nacht ..
b-l-a-u


Spruch des Tages:
Bei einer Pinkelpause meinte eine Mitradlerin, als der Großteil der Männer sich noch positionierte "Bin schon fertig!"
Darauf einer der Mitfahrer:
"Jaja, wir müßen ja auch erst suchen und langziehen!"
Ich hät mir beinahe auf den Schuh gepinkelt :-)

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Mittwoch, 21. März 2007

Mal(le) Ruhe!? 4

Ruhetag!

Wie schaut das aus!? 8.00 Uhr Frühstück bis 9.30 :-) Dann in den Fahrradkeller - reparieren. Das Lenkerband ist längst überfällig. Außerdem will ich die Kette wechseln. Noch "längster" überfällig! Mist! Eigentlich läuft noch alles. Ein Ritzelpaket habe ich noch dabei, aber was wenn die Blätter dann auf blöd machen?
Entschluß: Kette und Paket neu. Montiert mit Tips und Tricks von Freunden und dem Radkellerchef. Danach muß man erstmal den Dreck wieder von den Fingern kriegen :-) ...

Ok. 12:45 Test- und Cafefahrt. 15 km Richtung Artá in kurz unten. Das Wetter ist wolkig und der Wind etwas schwächer als die letzten Tage. Während der Fahrt zieh ich die Ärmlinge auch noch aus, da wir Rückenwind haben. Bei der kleinen Kirche gibt es eine Kneipe, die von den einheimischen Handwerkern zum Mittagessen genutzt wird. Eigentlich recht nett, aber richtig willkommen sind wir als kaffeetrinkende Radfahrer nicht sonderlich. Trotzdem ist es spaßig. Mit Gegenwind zurück ist es schon recht kühl. Gefühlte 12° schätze ich mal. Der Antrieb hat keine Zicken gemacht ... puhhh Glück gehabt. Hoffentlich bleibt das auch so. Später noch ein kleines Läufchen zu zweit Richtung Port'd Alcúdia und zurück. Duschen, Rasieren (dauert ja länger jetzt ;-) und dann habe ich noch eine POLAR-Lernstunde von einem Polartechniker bekommen, da ich ihm einen Gefallen getan habe. Abends dann etwas weniger große Portionen beim Essen, aber das Gewitter in der Ferne ist auch heute wieder unser Gast.

Morgen geht der nächste 3er Block(gg) los.
Ich bin gespannt, wie ich den ersten verkraftet habe.

Grüße nach Deutschland
b-l-a-u

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Dienstag, 20. März 2007

Malle 3

Hola!

Der Tag fing kühl und sehr windig an und endete weiß. Keine Ahnung wieviel grad es hatte, aber nicht viel mehr als wir Deutschland verlassen hatten. Also Beinlinge, Unterhemd, langes Trikot und Windweste. Damit war ich nicht am wärmsten ausgestattet. Andere hatten dazu Überschuhe und lange Handschuhe aufgerüstet. Naja es ging dann erst mal haarsträubend gefährlich in einer zufällig vermischten ca. 80 Mann starken Truppe Richtung Can Picaford.
Im Kreisel die richtige Ausfahrt finden zwischen dan ganzen Leuten. Horror! Da warens nur noch 60. Dann nach Santa Margalida ein bißchen das Tempo erhöht .. 40 .. und dann in Petra und Manacor noch ein paar Hacken geschlagen, da waren wir wieder die ursprünglichen 16 Mann. Die Strecke bis hier hin war nicht schön. Landschaftlich flach und gar nicht schlecht, aber der Verkehr .. bäääh :-(
Danach über Portocristo und Arta wieder zurück. 122 km und knappe 1000 Höhenmeter.
Danach ne Stunde Pause und zum Schwimmtraining. Techniktraining! Eine gute Stunde und es war gar nicht mal so schlimm :-))
B-l-a-u-e-r Bock, hast Du dich etwa auf Malle versteckt? ;-)
Schnell nach Hause, umziehen und Futteraufnahme.

Aber zwischendurch mußten wir noch mal kurz staunen, denn bei dem Kurzaufenthalt im Hotelzimmer hat es doch bei einem Gewitter Schnee runtergehauen. Und als wir im Speißesaal saßen hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Sonnenterasse, wo Tische standen mit Hagelkörnern voll geladen. Alter Schwede ;-)
Morgen kann's von mir aus nochmal Hageln, da ist Ruhetag (... vielleicht Laufen).

Als dann
buenas noches
b-l-a-u

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Montag, 19. März 2007

Windiges Malle 2

Buonas Tardes,

heute war das Wetter schon etwas druchwachsener. Bin mit Arm- und Beinlingen gefahren, aber kurze Hose wäre schon drin gewesen. Wir haben ein paar Tropfen abbekommen und es hat ziemlich stark geblasen. Deshalb sind wir im Schutz der Berge gen Süden gefahren und dann flach zurück geschossen. 105 km, 27km/h. Erwähnenswert ist noch mein Reifenwechsel kurz vor Start. Die Rolleneinheiten und der erste Malleritt von gestern sind dem Hinterad nicht gut bekommen. Die Lauffläche war schon fast ab und an den Flanken hat schon die Karkasse "Grüß Gott" gesagt....
Gott sei Dank ist es einer Bekannten noch aufgefallen. So habe ich auch mal einen ordentlichen Boxenstopp gehabt. 9.55 hab ich es gemerkt um 10.00 war Abfahrt und um 10.12 war der Reifen montiert. Er lag aber noch im Hotelzimmer. Also eine schnelle Laufeinheit am morgen. Den angedrohten Kaffee mußte ich Gott sei dank nicht für die 15 Leute zahlen, da auch die Cracks noch Materialdefizite hatten ;-)
Danach noch bei heftigem Sandsturm am Strand gute 6 km Joggen.
Schönes Schläfchen und gut Abendessen.
Puhh .. das hat auch gelangt.

Morgen soll geschwommen werden.
Ihhh :-( Wo ist der Bock, der b-l-a-u-e?
Vorher Radfahren. Mal sehen wie das Wetter wird.

Adiós
b-l-a-u

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Sonntag, 18. März 2007

Malle Tag 1

Hallo Zusammen,

das Wetter ist noch gut. Windig und etwas diesig, aber letzteres ist ja eher ein gutes Zeichen :-) Meine Wetterinfos hole ich auch über wetter.com, .de und wetteronline. Vor Ort hier also nix Neues.
Heute hab ich kein Manschaftszeitrobben beobachten können, dafür eine genial Sonnenaufgang beim Frühstückslauf und ein tolle Landschaft bei einer zügigen 100km Rad-Ausfahrt. Abschliesend noch mal ne gute Stunde per Pedes durch den Pinienwald.

Was mach ich morgen? Ich fühl mich gut. Vielleicht trotzdem nicht zu viel machen!?
Erst ma Schlafen ....

buenas noches!
b-l-a-u

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Samstag, 17. März 2007

Malle total sportlich

Moin von Malle,

bin gut auf Malle angekommen. Ich habe festgestellt, daß es äußerst sportlich ist. Selbst die Raupen konnte ich kurz nach dem Radel zamm schrauben bei einem Mannschatszeitrobben begutachten ... "Aber ACHTUNG! Die spritzen ziemlich, wenn man drüber fährt und außerdem können sie Allergiene hervorrufen." mußte ich mir als dann von jemanden anhören, der schon länger da war. Ganz schöne Spinner hier ;-)
Morgen steht um 7.00 Frühsport mit Uwe Widmann auf'm Zettel. Dann Radeln und Nachmittags Laufen. Mal sehen, ob ich das hinkrieg.

Bis dann
b-l-a-u

P.S.: Es gibt keine Schafe am Deich

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Donnerstag, 15. März 2007

jetzt geht 's los .. :-))

Sooo mal wieder sportlich hier ...
... Hallo Zusammen,

zur Einstimmung für die nächsten zwei Wochen habe ich vorhin schon mal meine Siebzehnachtzehntelhose - oder wie das heißt - um den Wöhrder See befördert.
Versprochen ist versprochen (siehe letzter Satz ;-) und wird nicht gebrochen !!!

Ab Samstag geht es frisch rasiert 'auf' Malle zum Rennradeln.
Mei g'frei i mi :-))

Ich wünsch Euch nicht zu viel Schnee daheim und bin gespannt wie's bei uns wird :-)).

Adiós muchachas y muchachos.
b-l-a-u


P.S.: Wenn jemand den b-l-a-u-e-n Bock für's Schwimmen gefunden hat ... der ist immer noch a bisserl verlustig. Gerne nehme ich ihn auch aufblasbar zur Pflege :-))

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Donnerstag, 1. März 2007

Saison 2007

- [g] = gemeldet -- [?] = evtl. -- [:-)] = scho gern -- 19.01.2008 -
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01 |17.03.2007 | 14 Tage Malle | 1324 Rad-km | 93,7 Lauf-km |
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02 |22.04.2007 | Amberg | 21,1 km | 01:28:24 |
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03 |12.05.2007 | Landkreislauf Nbger Land | 7,6 km | 0:30:15 |
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XX |17.05.2007 | Drei-Flüsse-Triathlon | 1/40/10 | [g]eschwänzt |
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XX |26.05.2007 | Schneider Duathlon | 10/83,5/20 | [g]eplatzt |
----------------------------------------------------------------------------------
XX |24.06.2007 | Quelle Challenge | 3,8/180/42,195 | [:-(] |
----------------------------------------------------------------------------------
XX |05.08.2007 | Erlangen Mitteltriathlon | 2/80/20 | ab[g]emeldet |
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XX |14.08.2007 | 'Titelverteidigung' Pellwormlauf | 10 km | [:-(] |
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JETZT GEHTS WIEDER LOS ... hoffentlich
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04 |26.08.2007 | Finish-Line Herbstlauf | 10 km | 0:41:17
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05 |16.09.2007 | Neumarkter Stadtlauf | 10,5 km | 0:44:05 |
----------------------------------------------------------------------------------
06 |03.10.2007 | Stadtlauf Nbg | 10 km | 0:42:10 |
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07 |13.10.2007 | Herbstlauf Schloss Thurn | 21,1 km | 1:33:46 |
----------------------------------------------------------------------------------
08 |21.10.2007 | Halbmarathon Malle | 21,1 km | 1:27:42 |
----------------------------------------------------------------------------------
09 |04.11.2007 | Indoormarathon Nürnberg | 42,195 km | 3:23:15 |
----------------------------------------------------------------------------------
10 |31.12.2007 | Silvesterlauf Innsbruck | 5,3 km | 0:21:08 |
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-- [:-(] = Scheiße! Geht nich mit gebrochener Klavikula.

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Dienstag, 8. August 2006

Ich kauf das letzte Baguette ... Folge 3

Fortsetzung der Frankreichberichte eins und zwei.

Freitag 21.7.2006:
Die Tour ist weiter gezogen. Heute steht eine nicht so spannende Etappe an. Grund genug für uns selbst mal wieder die Grenzen auszuloten. Mein Bruder und ich beschließen auf den Col du Galibier zu fahren. Mit 2645m Höhe das Dach der diesjährigen Tour und der fünfthöchste Pass der Alpen, der mit dem Rennrad befahrbar ist. Hin und zurück sind es knapp 120 km und gut über 2000 Höhenmeter. Eigentlich würde ich gerne noch ein "paar" Kilometer dranhängen....
Jedes Jahr im Juli gibt es einen Radmarathon genau in diesem Gebiet namens La Marmotte. Er führt über den Col de la Croix de Fer, den Col du Telegraphe und den Col du Galibier hinauf nach Alpe d'Huez. 174 km und 5000 Höhenmeter. Ein Radmarathon, der in einer Reihe steht mit dem Ötztaler Radmarathon und dem Maratona delle Dolomiti. Die Früchte hängen damit sehr hoch, mein Traum ist es einen Teil dieser Strecke zu fahren. Wir fahren die Strecke in entgegen gesetzter Richtung. Um den Traum einigermaßen realistisch zu gestalten will ich mir den Schlußanstieg nach Alpe d'Huez und somit ca. 20 km und gute 1000 Höhenmeter sparen. Ich werde entscheiden, wenn wir auf dem Galibier sind. Immerhin haben meine Beine den Lauf von gestern noch zu verkraften. Wir machen uns um 09.00 auf den Weg und fahren dieselbe Strecke, die die Profis zwei Tage zuvor gefahren sind. Ca. 5km nach Bourg d'Oisans fängt die Steigung an. Hat man seinen Tritt gefunden geht es kurz wieder bergab. Danach geht es aber unaufhaltsam 35km bergauf. Vorbei an der Auffahrt nach Les Deux Alpes. Auf 2058m passiert man den Col du Lautaret.

Mein Bruder, der mit sage und schreibe 200 Trainingskilometer am Urlaubsstart war, zeigt das er ein Rundfahrertyp ist, denn jeden Tag beißt er sich heftiger an meinem Hinterrad fest. Heute ist es soweit. 3km Nach dem Col du Lautaret lass ich abreisen, teils aus Vernunft, aber auch weil ich nicht den Druck auf die Pedale bekomme. Hier zeigt sich mal wieder, daß Ausdauersport über Jahre hinweg trainiert werden muß, aber auch nicht nur kurzlebig in den Mukkis bleibt. Sie müßen nur entsprechend aufgeweckt werden.
Vorbei am Gipfeltunnel und am Denkmal des Tour de France Gründers komme ich ca. 5 Minuten nach meinem Bruder am Pass an. Wir habe wieder sehr viel Glück mit dem Wetter.

Die Sicht ist gut und der Ausblick ist wie die Auffahrt, atemraubend. Ich verspeise meine Silberlinge und habe mich eigentlich schon entschlossen, das ich das Abenteuer wagen werde. Nach 15 Minuten "Gipfel"-Glück verabschieden wir uns. Mein Bruder fährt nach Süden ab, von wo wir gekommen sind. Ich stürze mich nach Norden in die Serpentinen Richtung Valloire. Nach dieser Senke geht es noch einmal kurz hinauf auf den Col du Telegraphe (1566m).

Danach führt eine Serpentinen-reiche Abfahrt in den Ort St. Michel-de-Maurienne. Jetzt bin ich im Arc-Tal. Eine monströse Bergkette trennt mich von meinem "Heimattal". Es gibt kein zurück. Die 1600 Hm auf den Col de la Croix de Fer muß ich jetzt noch auf mich nehmen. Zunächst versuche ich aber das Tal nach St. Jean-de-Maurienne runterzurollen. Dies gelingt mir aber nur bedingt, da es unheimlich windig ist und ich sehr viel treten muß. In dem Ort verpflege ich mich erst einmal. Wasser und ein Schokoriegel. Dann geht's weiter. Die Auschilderung ist bescheiden, da Schilder abgeklebt sind und irgendwelche Umleitungszeichnen drauf sind. Englisch spricht hier leider auch keiner mehr. Ich fahre los, kann ja nur bergauf gehen. nach 100 Hm frage ich lieber noch mal nach und erfahre das ich gerade nach la Toussouire fahre, dem Etappen ziel von vor zwei Tagen. Scheiß! Zurück und noch mal genau geschaut. Ahhh da: -> "Col de la Croix de Fer" hier bin ich richtig. Irgendwie kommt mir das nach 10 km auch spanisch vor und ich merke beim vergleichen der Strassennummern, daß ich mich auf dem Weg zum Col du Mollard befinde. Irgendwas hatten unsere Campingnachbarn von einer Umleitung gesagt, aber das man noch einen Berg fahren muß, wußte ich nicht. Kacke! Es bleibt mir nichts anderes übrig. Das schlimmste ist, das ich nicht weiß was mich beim Col du Mollard erwartet. Aus der Karte ist die Höhe der Abfahrt zurück auf die Passstraße zum CdF nicht ersichtlich. Bei der Touretappe sind sie ihn auch gefahren. Da war es ein 2er, d.h. schätzungsweise nochmal 500 Hm drauf. Ach du Kacke. Moralisch bin ich am Ende 120 km und 2500hm habe ich schon in den Beinen und jetzt das. Ich trete in dem tristen Wald auf einer schlechten, engen Strasse, wo mir hauptsächlich LKWs entgegenkommen und seniere über Taxis, Übernachtungsgelegenheiten in St. Jean-de-Maurienne, mögliche Busfahrpläne, Abholung durch die Campingnachbarn und barfuß zu Schieben. Die Zeit habe ich noch nicht ausgereizt, aber es wird knapper. Ich rechne mit einer Gipfelankunft auf dem CdF um 19.00. Und schon bin ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung, wenn ich mich vom Schmerz und moralischen Tief ablenken will. Rechnen! Ich Stoppe die Zeiten, die ich für je 100Hm brauche. Ich beschäftige mich selbst. Ziel ist nur noch der Col du Mollard. Was danach kommt interessiert erstmal nicht. Und schwups bin ich in einem wunderschönen Ort namens Albiez-le-Vieux. Dort gibt es, wie in allen Orten, eine Brunnen mit "Eau Potable".

Hier erfrische ich mich und kommuniziere mit einem französischen Rennradfahrer. Ich will wissen, auf welcher Höhe man nach der Abfahrt wieder auf die Passstrasse kommt. Wir versuchen uns zu verständigen, in dem wir Zahlen mit dem nassen Finger auf den Brunnenrand malen, aber wir kommen zu keinem Ergebnis, das mich befriedigt. Trotzdem eine nette Begegnung. Der Col du Mollard (1638m) liegt praktisch im Ort.

Nach einem Colfoto mit Selbstauslöser und 10 Minuten Abfahrt bin ich im Bilde. Auf der Kreuzung, die an einer Felswand hängt, zeigt mein Tacho 1243 Hm, also 400 Hm mehr.

Der letzte Aufstieg beginnt. 800 Hm bis zum Col de la Croix de Fer. Auch diese schaffe ich nach dem ich mich noc hmal in St. Sorlin d'Arves mit Cola, Kitkat und Wasser versorgt habe.


Vor 19 Uhr erklimme ich den Col de la Croix de Fer (2067m) und lasse mich von zwei älteren Damen, die mir respektvoll Beifall spenden, fotografieren. Ich schreibe eine SMS an meinen Bruder und will mich aber jetzt auch nicht mehr lange aufhalten. Ich ziehe meine Windjacke an und begebe mich auf die Abfahrt, auf welcher ich zwei Tage zuvor fast den Polizisten umgemäht hätte. Gott sei Dank kenne ich die zwei Gegenanstiege der Abfahrt und habe mich schon seelisch darauf eingestellt. So kann ich auch diese noch mit der Euphorie des "bald-geschafft-haben", erklimmen. Auf der Abfahrt riskiere ich nichts mehr. Lieber ein paarmal zuviel gebremst, als wegen Unkonzentriertheit und Kraftmangel noch Tapete an Felswand oder Strasse zu lassen. Um kurz vor 20 Uhr laufe ich überglücklich wieder auf unserem Campingplatz ein.

178,1 km und 4290 Höhenmeter. Das war meine persönlich Königsetappe.


Die Elektolyte müßen natürlich schnell wieder aufgefüllt werden. Zum Essen gibt es lecker Pfannkuchen vom Mittag, die ich gleich in mich reinstopfe und als Abschlussessen einen ALDI-Linseneintopf. Hört sich zwar scheiße an war aber saugut.

Das war Frankreich. Wieder ein tolles Erlebnis. Und es stand gott sei dank nicht nur die Tour im Mittelpunkt.
So! Saugute Nacht.

b-l-a-u

Buchstabendosis erhoehen ...

Montag, 7. August 2006

Ich kauf mir ein Baguette ... Folge 2

Dies ist die Fortsetzung des Berichts von unserem Frankreichurlaub.

Am Mittwoch bestimmte wieder die Tour de France unser Tagesgeschehen. Es steht die 16. Etappe an. Start ist in Bourg d'Oisans (BdO), 8 km von unserem Campingplatz entfernt. Sie führt über den Col du Galibier, über den Col du Glandon, auf den Col de la Croix de Fer, Col du Mollard zur Bergankunft nach la Toussouire. Am Ende des Tages sind sich alle Experten einig, daß es die Etappe ist, an der Floyd Landis aufgrund eines 10 Minuten Rückstands die TdF 06 verliert.
Heute sind wir schlauer. Er hat sie auf der Etappe danach verloren.

Um 9.00 Uhr machen wir uns mit dem Velo auf den Weg nach BdO um das Einschreiben der Fahrer zu beobachten. Die Strecke im Ort ist schon abgesperrt und am Strassenrand ist es durch die Absperungen sehr eng. Gut das wir anderes Schuhwerk dabei haben. Wir schließen die Räder am Ortsrand an und laufen zum Fahrerdorf, wo auch die Bühne zum Einschreiben aufgebaut ist. Unglaublich ist der französische Sprecher, den man auch immer im Hintergrund der Übertragungen brabbeln hört. Er redet ohne Unterbrechung die Stunde in der wir auf dem Platz stehen. Wir sehen Eric Zabel, Robbie McEwen, Cadel Evens und viele andere. 5 Meter neben uns steht plötzlich Richard Virenque an einem Promotionstand.


Ich mache noch ein Foto und wir begeben uns Richtung Räder. Auf dem Weg dorthin kriegen wir etwas mit wie die zich offiziellen roten und blauen Autos, sowie die Mottoradkameras und -fotografen starten. Auch der Schwarze Nummernboy, der immer die Tafeln mit den Abständen hochhält fährt vor uns los. Es kennt jeder jeden. Ein großes Hallo zwischen allen Beteiligten. Kurz darauf fährt das Feld neutralisiert an uns vorbei. Etwas später Jens Voigte. Der hat wohl etwas getrödelt.


Wir schwingen uns auf unsere Velos und starten unser Rennen. Während die Profis "außenrum" fast zwei HC Berge fahren, wollen wir einen 1er fahren. Den Col du Glandon. Dort kommen sie vorbei auf dem Weg zum Col de la Croix de Fer.

Kurz vor dem Glandon sehen wir die Werbekarawane von weitem vorbeirauschen.

Noch ein Foto am See.

Wir sind rechtzeitig da und haben sogar noch Zeit uns bei einem Wohnmobil über den aktuellen Stand zu informieren und ein schönes Plätzchen an einem Hang rauszusuchen. Rasmussen kommmt zuerst. Dann irgendwann Leipheimer und das Favoritenfeld. Das Peloton und die Grupettos feuern wir im Spalier an. Wahnsinns Stimmung auf 1924m.



Es kommen noch ein paar Nachzügler. Im Anschluß beschließen wir auf den Col de la Croix de Fer zu fahren, um noch ein Bild mit dem HC-Schild zu machen. Nach der Etappe ist absolutes Chaos. Fußgänger, Autos, Radler. Nach 45 min haben wir die 100Hm zum Pass absolviert, aber unglaublich ... Absperrungen, Werbung und Schilder der Bergwertung sind schon abgebaut. Hallo, hier ist vor 45 Min die TdF vorbeigefahren!??
Wir schauen, daß wir zwischen den hunderten von Leuten ein Col-Foto machen können.


Naja, haben wir schon bessere gesehen ;-)

Wir fahren nach Hause bzw. versuchen es. Verkehrschaos auf 2000 Meter Höhe. Die französichen Polizisten Pfeifen sich die Lunge aus dem Hals um zu bemerken, das sie keine Chance haben. Mit dem Rad geht es einigermaßen. Vom Glandon runter hat mein Bruder eine bessere Lücke erwischt. Ich gebe Gas um aufzuschliesen. Vor mir baut sich ein Polizist auf, der gerade zwei verknäulte, wegversperrende Wohnimmobilien wieder mobil machen will.

Wir kommen zu dritt. Er macht auf Ampelmännchen und streckt beider Arme zur Seite. Dabei pfeift er um sein Leben. Ich bremse. Alles blockiert, aber der Polizist kommt scheinbar ungebremst auf mich zu. Keine Chance. Bremsen auf. Kopf auf den Lenker und mit 30 km/h unter dem rechten Arm vorbeihuschen. Puhh, das ging gerade so gut. Die weitere Abfahrt macht riesen Spaß. Der Tacho zeigt am Ende 80,5 km und 1880 Höhenmeter, da der Weg auf den Glandon mit ein paar kleine, aber teilweise giftigen Gegenanstiegen gespickt ist.
Abends schlemmen wir bei Pasta mit Meeresfrüchten und natürlich einigen Weißbier.

Donnerstag:

Für heute haben wir uns einen Radruhetag auferlegt. Dennoch kribbelt es mir in den Beinen und ich beschliese eine weiter Traumverwirklichung anzugreifen.
Nach einem knappen Frühstück aus zwei Marmeladen Croissants schwing ich mich um kurz nach neun mit Laufschuhen und ein paar squeezy aufs Radel und fahre nach Bourg d'Oisans. Hier ist die Offizielle Zeitmesslinie für den AdH-Aufstieg mein Ziel und zu meiner Verwunderung liegen dort auch Zeitmessmatten. Daneben steht eine Gruppe mit CSC Trikots. Wieder eine Firmenveranstaltung. Ich schließe mein Fahrrad an den Pfosten, der normalerweise das Bergwertungstransparent hält, erleichtere mich noch kurz, starte meinen Mp3-Player (Billy Talent), drücke Start auf meiner Uhr, kassiere ungläubige CSC-Blicke und laufe los. Ich will den Mythos mit dem Turnschuh erobern.

Länge: 13,8 km
Höhenunterschied: 1060 m
Mittlere Steigung: 7,9%
Maximale Steigung: 14%

Die ersten 500m sind noch flach. Dann geht es los. Ich laufe auf der rechten Seite, da hier die langsamen Bergaufautos fahren. In den unteren Kehren läuft sich's überhaupt nicht schön, da viel Abgase und Bremsstaub in der Luft liegt. Mit zunehmender Höhe wird die Luft frischer und es läuft sich gut. Kurze Schritte.


Es sind nur noch ein paar Velos unterwegs. Witzig ist, das manche auch nicht viel schneller sind. Ein älterer Herr hat ungefähr meine Geschwindigkeit. Da kann man sich auch festbeißen. Manchmal sackt er durch und ich gehe vorbei, aber in den etwas flachern Kehren fährt er wieder einen Vorsprung raus. Irgendwie ist es auch ein ganz anderes Gefühl hoch zu laufen, als zu fahren. In Kehre 7, der Kehre der Holländer, gibt's eine Quelle. Hier fülle ich kurz meine Wasserflasche auf. Es geht weiter und läuft sich prima.


Es macht richtig Spaß. Ein paar CSC-Fahrer überholen mich. Das "Rennen" wurde scheinbar gestartet. Als ich nach AdH reinlaufe, sehe ich das sie Ihre Ziellinie gar nicht auf dem offiziellen Zielstrich haben sondern ca. 1,5 km davor. "Freunde der Sonne, so nicht Ihr Flachmaaten! Zu Hause erzählen ich hab's in ... geschafft ;-))"
Mir egal. Mit denen will ich es mir nicht verderben, da ich darauf spekuliere mit eine Teamwagen, die auch zwischenzeitlich Verpflegungsstellen eingerichtet hatten, wieder runterzufahren. Den Opa habe ich übrigens in Kehre 3 endgültig abgehängt. Ich lauf die restlichen Kilometer auf der offiziellen Strecke. Am Zielstrich zeigt meine Uhr Brutto (mit Wasser holen) 1:41:45 an. Geil!
Der Opa kommt auch kurz darauf an. Ich halte meine Hand zum abklatschen hin. Er grinst und haut drauf. Danach begebe mich wieder ins Zentrum AdHs. Im Supermarkt kaufe ich mir ein Baguette, Putenbrustaufschnitt, Wasser und 1l kalte Milch. Mit meiner Brotzeit geselle ich mich zu den CSClern, die die Bänke um den Trinkwasser-Brunner in Beschlag genommen haben. Der Liter Milch verschwindet schnell und auch das Baguette verpufft in den weiten meines leeren Magens.
Den Weg runter will ich nicht per Pedes machen, da das zu arg auf die Gelenke geht, aber leider bleiben meine Bemühungen mit einem CSC-Taxi zu fahren erfolglos.
Ich trampe also und ein junger Franzose nimmt mich in einer Karre mit, die sowas von verrostet ist, das mir schon ein bißchen mulmig ist. Der Gurt geht nicht, ich soll ihn aber hinhalten wegen den "Cops" ;-) Gesagt getan. Ich schau ob ich das Ding vielleicht irgendwo festknoten kann. Der Typ ist aber echt nett. Spricht relativ gut englisch und fährt sehr human die Kehren runter. Wir unterhalten uns über die WM und meinen Berglauf. ER fragt mich sogar ob er rauchen darf. Ich willige natürlich ein. Der Bremsstaub von Vorhin waren zehn Packungen wahrscheinlich. Er fährt nur bis Huez d'Oisans auf halber Höhe. Hier trampe ich weiter und komme mit einem französischen AdH-Urlauber mit, der für seine Kinder im Font Fahrräder im Tal kaufen will. Auch sehr nett und englischsprechend. Unten angekommen, schwing ich mich aufs Radel und fahr zurück zum Campingplatz. 13,8km und 1060 Höhenmeter notiere ich unter Laufen in mein Trainingsbuch. Nochmal würde ich es aber nicht machen, da einfach zu viel Verkehr war. Um einen Berglauf zu machen gibt es sicher schönere Strecken. Aber was tut man nicht alles für den Mythos. Den Rest des Tages lassen wir uns vor dem Fernseher durch Floyd Landis' Hussarenritt blenden.
Das Abendessen war wieder Spitze, aber ich weiß nicht mehr genau wases gab. Reis mit Putencurry glaub ich. Auf jeden Fall sehr lecker von meinem Bruder zubereitet. Ich trinke noch ein Bier und gehe um 23.30 in die Koje, um vom nächsten Tag zu träumen, da ich mir hier wieder etwas Besonderes vorgenommen habe....

Apropos Koje. Folge 3 folgt.

Gute Nacht.
b-l-a-u

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