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Dienstag, 8. April 2008

Malle Tag 7 - zu platt zum bloggen

Hallo Zusammen,

ich bin echt immer total im Eimer, wenn ich heim komme.
Heute 183 km mit San Salvador und Randa.
Gestern 120 km Radd, 1,5 km Schwimmen und 12 km laufen.

Noch ist das Wetter traumhaft ... bis auf die steife Briese.

Hier nur ein paar Bilder vom sonnigen Malle ... Ihr Armen ;-)

Ruhetag am Sonntag

San Salvador Heute

Sa Calobra am Freitag
Unsere Truppe heute früh

So, lasst Euch vom Wetter nich ärgern.
Vielleicht schaff ich es morgen mal was zu schreiben.

b-l-a-u

Buchstabendosis erhoehen ...

Donnerstag, 3. April 2008

Malle Tag 3 - Futsch in Lluc

Ein ereigneisreicher Tag liegt wieder hinter mir. Um 9.45 ging's los trotz dem meine Radhanschuhe mal wieder in den unergründlichen Jagdgründen des Appartements verschwunden waren. Traumhaftes Wetter sollte uns an diesem Tag begleiten.
Kurz-Kurz und das, obwohl es in die Berge geht.
Kloster Lluc, Sa calobra und zurück. Auf Wunsch von Herrn b-l-a-u vom Chef umgesetzt :-))
Eigentlich bräuchte man beim Abendessen gar keine Beleuchtung anmachen. Die Iren in unserem Hotel sind so verbrannt, daß es überall leuchtet. Meeresleuchten im Wellnessbereich, Rote Ampeln am Nachspeisebuffet (aber wir fahren auch bei Rot ;-) und nicht mal Sean Kelly weiß die Erfindung von Sonnecreme zu nutzen.
Naja, was wollte ich erzählen ... wir hatten eine super Ausfahrt. Das erste Mal Sa Calobra - ein Traum :-) Blöd ist blos, daß es mir bei der Abfahrt dann den genieteten Umwerfer vom Rahmen abgerissen hat. Super Bike :-(
Ok, nachem ich mit Canyon telefoniert habe, und das Abholden eines Leihrades mit einem Lauf verbunden hatte, hatte ich auch schon die EMail im Briefkasten, daß Canyon die Kosten für's Leihrad übernimmt. Lieber nen abben Umwerfer, als was anderes ab. Es ist zu herlich hier, als daß ich mir dadurch die Stimmung vermießen laßen könnte. Leider ist die Kamera momentan im Schlafzimmer und da ich jetzt meinen Zimmerkameraden nicht aufwecken will gibt's morgen ein paar Bildchen von diesem herrlichen Tag.

Bis dann,
a-z-u-r b-l-a-u

Buchstabendosis erhoehen ...

Malle Tag 2 - schee is :-)


Gestern war ich um 7 Uhr morgens schwimmen, aber ansonsten ist alles ok :-))

Buchstabendosis erhoehen ...

Sonntag, 7. Januar 2007

Wildschwein Show

Heute bin ich wieder um eine Erfahrung reicher geworden, die mir einerseits Respekt eingeflöst hat, und andererseits wieder die Schönheit der umliegenden Nürnberger Natur vor Augen geführt hat. Um 8 Uhr konnte ich mich gerade so überwinden das Bett zu verlassen, um mich für den langen Lauf "um 9 beim Club" fertig zu machen. Tass Kaff, einen halben Liter Flüssigkeit. Das muß langen. Um 8.55 fuhr ich mit Clubbeflaggtem Wagen vor. Es ist immer wieder unglaublich wie pünktlich die Athleten sind. Um 9.00 Uhr plusminus 2 Minuten fanden sich 9 Leute ein um sich auf in Richtung Brunn zu machen. Um 9.04 geht's los. Es wird viel gelabert und gesungen. Clublieder ... oder Schmählieder für entsprechende Gastläufer ... letztere natürlich nur zum Spaß :-) Manchmal frage ich mich, ob ich bei einem Lauftreff mit Singeinheiten bin, oder bei einer Singstunde mit Laufelementen ;-))
Nach einer knappen Stunde kam es dann zu dieser beeindruckenden Begegnung. Wir liefen auf einem geschotterten Weg durch ein etwas ausgeholztes Waldstück in nördliche Richtung. Ich lief gerade in einer hinteren Postion, als es im Gebälk rechts hinter mir plötzlich ziemlich laut krachte. Ich drehte mich um und traute meinen Augen kaum. Ich sah eine ziemlich großes Wildschwein über den Schotterweg wechseln. "Da! ein Wildschwein!" schrie ich etwas zögerlich. Der Altmeister wurde als erstes auf meine Äußerung aufmerksam und konnte auch noch Teile des Wildschweins im linken Wald verschwinden sehen. "Das war's" dachte ich, als plötzlich rechts in ca. 20m Entfernung eine Rotte von mehr als zehn dieser Kameraden auftaucht. Vom normalen Wildschwein, über ganz kleine bis zum kapitalen Keiler mit seinen furchteinflössenden Hauern, war die ganze Familie angetreten. Die Schritte der Laufgruppe wurden kürzer, bis zum Stillstand. Auge in Auge standen wir uns gegenüber. Der spontan angestimmte Gesang
"Hier regiert der F-C-N" lies die Jungs und Mädels ziemlich unbeeindruckt. Im Gegenteil. Das war definitiv nicht Ihr Verein. Unter lautem Krachen und Getöse stürmten sie plötzlich in unsere Richtung. Unglaublich schnell und unglaublich fett die Viecher. Alleine die Masse würde einen glaub ich umhauen, ganz abgesehen von den Hauern. Alter Schwede! Da wird's einem anders, sag ich Euch. Rechts ein kleiner Graben. Ich postiere mich hinter einer großen umgefallenen Wurzel. Andere bewaffnen sich mit herumliegenden Stöcken. KRACH eine Sau vor uns. RATSCH eine weiter hinter uns durch. ZAGG, KRACH, RATSCH .... ein Vieh nach dem anderen wechselt hinter und vor uns die Seite mit einem Affenzahn. Glück gehabt. Alle durch.
Und plötzlich doch ein Nachzügler. Der Benjamin. Ein ganz kleines Wildschwein wetzt heran und versucht es mit einem mutigen Sprung über den Graben seinen Vorgängern nachzutun. Zu wenig Sprungkraft! Unangespitz schlägt er mit dem Rüssel in der anderen Grabenseite ein. Ich lache. Benjamin rappelt sich auf und flitzt den anderen hinterher. Der Meister steht keine fünf Meter davon entfernt in Habachtstellung mit einem abwehrbereiten Stock, den ich später als Zahnstocher bezeichne ;-)))
... "Hier regiert der F C N" .... die Gesänge werden wieder lauter ;-))
....
Also meiner Meinung nach hatten wir echt Glück, daß da nix passiert ist. Andererseits toll, die Tiere auch mal in freier Wildbahn zu erleben. Ein Naturereignis, daß mir bis jetzt trotz regelmäßger Besuche der Wälder um Nürnberg vorenthalten war.

Den Lauf haben wir unspektakulär mit Gesang und Wildschwein Diskussionen runter gelaufen. Das war's. Ein interessantes Erlebnis. Ein schöner Lauf.

Grüße
b-l-a-u

Buchstabendosis erhoehen ...

Montag, 4. Dezember 2006

Auf der Suche nach dem b-l-a-u-en Bock

ja wo isser denn der kleine blaue Bock? Wo hat er sich denn versteckt, hä? Unter der Laufleidenschaft? Oder doch hinter der Radmotivation? Los komm raus! Du Sack! :-))
Gut mit Gewalt geht nix. Wenn ich mir die Bilder von Roth 2006 anschaue, fühle ich wie der blaue Bock aus seinem Versteck vorspitzt. Sollte ich Ihn endgültig und komplett aus seinem Versteck gezerrt habe, lade ich bei ein paar Bembel bytes "Zum b-l-a-u-en Bock" ein. Übermorgen geht's ins Wasser.

herzlichst
b-l-a-u

Hey decay, such doch auch mal ;-)

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Sonntag, 3. Dezember 2006

Schluss mit lustig ..Trainingsstart!

Jetzt soll's losgehen. Trainieren für Roth. Wie gehe ich es am Besten an? Wo ist der Plan? Her damit! ... mal durch die b-l-a-ue Brille kucken ... :-/ seh' nix ... zumindest keinen Plan. Hm ... laufen geht intuitiv. Radfahren ist auch schon fast vegetativ verankert, aber schwimmen ... bäh! Ok, ich darf es mir auch nicht zu schlecht reden. 2x Schwimmen, 2x Laufen und einmal Radeln. Das ist doch schon mal was für Dezember. Dazu vielleicht mal eine Winteralternativsportart. Ich denke das passt für's erste.
Die Ausdauer im Winter. Es gild jetzt erst einmal als Grundlage das Haus zu bauen. Später kann man es sich dann einrichten. Also mal ein paar Intervalle einfliesen lassen. (frei nach der Nürnberger Marathon Instanz ;-) Und natürlich viel schlafen ...

Ciao
b-l-a-u

.... *grummelgrummel* ... oder doch 3x Laufen und 1x Schwimmen *überleg*
Ja - Nein, ich weiß ;-))

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Dienstag, 7. November 2006

Nummer 13


Nein! 4:54 ist nicht meine neue Zielzeit. Es ist die Uhrzeit, welche mein "Laser"-Wecker nach Kaffeekochen und Morgentoilette am 29.10.2006 anzeigte. Für den 13ten Marathon überhaupt und den dritten im Jahr 2006 habe ich eine neue Anreise gewählt. Um 6:00 geht ein Bus der TS Herzogenaurach zum 25. messefrankfurt marathon. Es hört sich zwar schlimm an um halb fünf aufzustehen, um um 11 Uhr in FFM einen Marathon zu laufen, aber die Zeitumstellung auf Winterzeit macht das ganze erträglich. Die Klamotten wurden am Vortag bereits gepackt, so daß nur noch ein paar Honig-Toasts für die Busfahrt beträufelt werden und ein Kaffee in die Thermotasse kommt. Dann geht's los mit dem Auto nach Herzogenaurach.
Um 5:20 wecke ich auf Höhe McD das Interesse einer Gruppe grünbekleideter Herrschaften, die mich mit einer roten Kelle zum Boxenstopp bitten. Eine Wachtmeisterin kommt an mein Fenster.
"Guten Morgen!", "Guten Morgen!", "Fahrzeugschein und Führerschein, bitte", "Bitte.", "Wo kommen sie her?", "Aus dem Bett.", "Wo wollen Sie hin?", "Zum Marathonlaufen nach Frankfurt?", "Ähhh, ... dann brauch ich Sie auch nicht fragen, ob sie was getrunken haben.", "Richtig! ;-)", "Ahh, sie haben ja schon Sportklamotten an. Viel Erfolg :-)" "Danke!", "Tschüss." "Tschüss."
Eine amüsante Begegnung zu Beginn des Tages. Das passt.
Die weitere Fahrt mit dem Bus verläuft reibungslos. Der ein oder andere ist für meine Begriffe etwas zu arg aufgeregt, aber mit einem 2:44-Läufer kann ich schön fachsimpeln. Nicht das ich mich auf dieses Niveau heraufbegeben will, aber ein bißchen Einsicht in die regionale Läuferszene habe ich ja und er erst recht. Wir sprechen über Rennen und Läufer der Region. Dank eines Mißgeschicks des Busfahrers bei der geplanten Parkplatzanfahrt, können wir mit dem Bus um ca. 08.45 Uhr sogar sehr nahe an der Messe parken, so daß wir nur ca. 1000m zu Start/Ziel und zur Startnummernausgabe zu laufen haben.

Dort bekomme ich sehr zügig meinen "Startrucksack". Richtig, im Gegensatz zu HH, wo außer ein paar Werbezetteln nichts drin war, gibt es hier reichlich Untensilien im Startpaket. Das wichtigste, die Startnummer, dazu eine Packung Nudeln, vier gekochte Eier, die sehr lecker nach dem Zieleinlauf geschmeckt haben, einen Müsliriegel, ein bißchen Krimskram und den Rucksack. Im Zielbereich gab es auch noch Handschuhe und eine Mütze vom zukünftigen Sponsor. Ich glaube soviel Sachen hab ich noch nie bei 'nem Marathon bekommen. Und alles cool ;-)
Noch ein Zwischenstopp mit Schwätzchen an meinem geliebten Brooksstand und um 9:30 setze ich mich wie viele andere Sportler in das Rolltreppenhaus der Messe Halle 1 und sortiere meine Sachen. Klamotten für jedes Wetter, Brustwarzenpflaster, Laufkappe, Startnummer plus -band, Squeezys, der ganze Kram aus dem Rucksack, .... Es gibt viel zu sortieren und so schaff ich es mindestens zwei Quadratmeter um mich rum mit meinen Utensilien zu pflasten. Ein befreundeter Läufer vom Bodensee und sein Coach (meiner vom letzten Jahr) kommen vorbei. "Hast Du hier übernachtet? :-)" Ist die erste Frage als sie mein Erfahrungsfeld für Marathonläufer entdecken. Mit Blödsinn quacken und Vorbereitung vergeht die Zeit zum Kleiderbeutelabgeben recht schnell. Um 10 Uhr gibt es tatsächlich schon Hektiker, die meinen sie bekommen Ihren Beutel nicht rechtzeitig los. Wir sind gelassen. Unten im Forier überbrücken wir noch ein bißchen Zeit und der Coach kauft sich ein leckeres Baguette mit Pressschinken und Käse. Der Versuchung abzubeißen kann ich nicht wiederstehen und beiße beim feilgebotenen Baguette herzhaft zu. Lecker, aber soll mir dieser Bis wieder zum Verhängnis werden? ....
Nein wurde er nicht ;-) Keine Magendarm Probs dieses mal.

Um 10.15 gehen wir raus. Noch ein bißchen relaxen im Liegestuhl. Die Wolken reisen auf der einen Seite auf. Die andere Seite ist immer noch dunkel. Das Wetter weiß noch nicht was es uns heute bieten soll und die Leute vom Liegestuhlstand haben bei den Böen Schwierigkeiten Ihre Pavillons zu verankern.

Einlaufen in der Ludwig Erhard Anlage. Hier laufen sich alle ein, die sich einlaufen wollen. Auch die Herren aus Kenia, Tansania und Äthiopien. Selbstverständlich besteht unsere Hauptaufgabe darin, die letzgenannten Herren schon mal durch kurze trockene Sprints für den bevorstehenden Wettkampf einzuschüchtern und weichzukochen.

Warm! Und bei den Sprints nicht verletzt. Gut.
Wir kucken noch a bisserl und schauen wer von den Jungs die jetzt noch ein Interview geben, oder von der Kamera verfolgt werden, gefährlich werden könnte. Wir einigen uns auf niemanden, stellen aber im zeitnahestem Rennverlauf fest, daß wir uns getäuscht haben und auch unsere Sprintspiele leider umsonst waren ;-))

Wenden wir uns wieder realistischen Zielen zu. Was ist heute z.B. eine realistische Marathonzeiten für mich? Natürlich mach ich mir darüber nicht erst jetzt Gedanken, aber es ist schwierig mich selbst einzuordnen. 4-5kg mehr als in Würzburg und eine Vorbereitung die nicht von einem Trainingsplan geprägt wurde, sondern vom persönlichen Gutdünken und von anderen Wettkämpfen, wie MTB-Duathlons und die Triathlons im Sommer.
Zweieinhalb Wochen vor dem Marathon erschien mir eine 3:10 plusminus 5 Minuten realistisch. Der schwierige Sportscheck Halbmarathon mit 1:29:17, ein sehr guter 35er Lauf mit 8km Endbeschleunigung im letzten Drittel und eine gute Intervall Einheit mit 3x5000m in der vorletzten Woche liesen das Minus nach der 3:10 größer werden und mein Ziel tendierte Richtung 3:05. Sehr kurzzeitig riet das Teufelchen sogar den Marathon mit 4:15 min/km, d.h. sub3 anzugehen, aber da hatte das Engelchen, wie so oft, die Oberhand behalten und auf die Bremse getreten. Gott sei Dank. Heruntergeholt von meiner Woge wurde ich auch durch die Einheiten der letzten Woche, welche nicht besonders glorreich waren. Nichtsdestortrotz verfolge ich ein Ziel unter 3:10.

Ich stehe im Skoda-Block. Es ist der zweite nach dem Profi- bzw sub3er-Block, der nicht wie zu vermuten wäre, Porsche- oder Ferrari-, sondern Asics-Block heißt. Skoda heißt 3:00-ca. 3:30. Ich gehe deshalb recht weit nach vorne.
10..9..8..7....3..2..1 PENG!
Der Start könnte etwas besser anmoderiert werden und die Stimmung könnte durch entsprechende Musik auch etwas besser auf den Höhepunkt des Startschußes getrieben werden. Na gut, loslaufen. 4:20 steht auf dem Zettel, aber es gibt ordentliche Wellen, was heißt das man nicht anständig loslaufen kann. Ich hab schon wieder das Gefühl, daß zigg 3:30 bis 4:00 Läufer hier im Feld sind. Ärgerlich! Slalom laufen, durchdrängeln und dadurch erhöhte Sturzgefahr heißt es auf die ersten 1-2km, dann hat sich das Feld sortiert und man kann normal laufen. In den hinteren Blöcken dauert das sicherlich noch länger. Da mag ich gar nicht dran denken, wie ich mich da ärgern würde.
Die Zuschauer sind super und sehr zahlreich vertreten. Richtig Lust kommt aber trotzdem nicht auf. Die Qual der letzten Kilometer hat jetzt schon Einlass in meine Hirnwindung gefunden und motiviert nicht besonders. Ab km 5 habe ich mich eingelaufen, konzentriere mich auf's Laufen, geniese die Stadt und die Zuschauer, denke an den Halbmarathon oder die nächsten Kilometer und bekomme Lust. Es macht Spaß. Der Wind pfeift teilweise heftig durch die Häuserschlucht der Bankenmetropole. Verstecken ist angesagt.
Vor der ersten Mainüberquerung sortiere ich mich hinter einem Gelben Trikot ein. Schön den Windschatten suchen, denn gerade auf der Brücke ist man exponiert und der Wind bläst heftig. Leider pustet er auch allerlei Unrat durch die Gegend, was dem Gelben vor mir zum Verhängnis wird. Einen Meter vor mir laufend fädelt er mit beiden Füßen in eine Plastiktüte oder einen Karton ein. Mein Hirn schaltet auf SuperSlowMotion, bei der ich nur noch der Beobachter der Umgebung und meines Körpers bin. Die Herrschaft über letzteren ist für diesen Moment an das vegetative Nervensystem Übergeben. Ich sehe wie der Gelbe mit der rechten Schulter auf den Boden aufschlägt, einen Meter auf der Brust über den Asphalt rutscht und nach einer halben Rolle auf dem Rücken zu liegen kommt. Mein rechter Fuß setzt ca. 1m vor seinem Gesicht auf. Mit dem nächsten linken Schritt würd ich ihm wahrscheinlich genau in die Kronjuwelen treten und mich ebenfalls auf die Fresse packen. Das linke Bein zuckt und will nach vorne. Hirn sagt "nein!" und tippt heftig mit der Spitze des linken Fuß auf halben Weg auf den Boden. Das rechte Bein ist wieder am Zug. "Aber ich bin doch noch gar nicht dran" schreit es förmlich. Nix! Der vegetative Chef hat vorwärtsmarschmarsch befohlen. Von außen muß es aussehen, als ob ich aus vollem Lauf eine Runde auf dem rechten Bein springen will. Das rechte Bein kommt neben seinem Kopf auf. Das linke kann nun über den Rest des Gelben nachziehen. Mein Manöver ist erfolgreich! Mein Manöver? Nein, das wurde von irgend jemand anders gesteuert. Ich hatte da keine Kontrolle drüber und war nur Beobachter.
Gedanken sortieren, Hadern! "Warum müßen eigentlich immer die Leute vor mir den Bodenkontakt suchen?". Naja, ich hatte wieder Glück, daß ich nicht selber gestürtzt bin.
Mitleid! Armer Kerl. Mit knapp 14 km/h auf die Schnauze. Hoffentlich hat er es gut überstanden, auch wenn ihm das Brustwarzenpflaster in diesem Moment wohl nicht viel geholfen hat. Dummheit war es auf jeden Fall nicht.

Ich bin bis jetzt erst einmal beim Laufen gestürtzt *klopfaufholz*. Das war beim Lauftreff im Tiergarten auf einem schmalen Weg. Wir liefen zu zweit nebeneinander und schwups - gestolpert und einen astreinen Kapitänsköpfer in den Busch rechts vorraus gemacht :-)) Nix passiert, außer einem bißchen Grünzeug im Gesicht. Gott sei dank.

Es geht weiter und es geht gut. In Schwanheim ist Halbmarathon. Bergfest des Marathons ist für mich immer erst auf der Hälfte der letzten 10 km also bei km 37.
Durch Wohngebiete mit schmalen Strassen laufen wir auf die Marke 21,1 zu. Begleitet werden wir dorthin von begeisterten und begeisternden Zuschauer. Man merkt Ihnen an das sie dies aus Leidenschaft und Respekt tun. Zwei ältere Damen verteilen selbstgesponsertes Mineralwasser an die Läufer und tun dies als wäre es Ihr liebstes Hobby. Sie freuen sich umbandig über jeden angenommenen Becher. Daneben hat der Vati einen verzinkten Blecheimer auf den Boden gestellt, in dem er kräftige mit einem Besenstil rührt und Lärm macht. Die Bämbel und die Brotzeit stehen auf dem Tisch in der Hofeinfahrt und überall stehen klatschende Leute. Hut ab! Geniale Zuschauer!
1:33:01 am Halbmarathon.
Weiter geht's. Wieder über den Main, ab nach Höchst. Hier sind die Zuschauer anderer Natur. Der Marathon wird als großes Spektakel gesehen, aber Respekt bekommt man hier weniger entgegen gebracht und von der Leidenschaft dieses Ereignis zu untersützen ist auch nicht viel übrig. Was bleibt sind zwei Eindrücke. Einer, der später von einem Bussportsfreund geschildert wird, bezieht sich auf die Kinder, die am Straßenrand stehen und die Hände zum abklatschen rausstrecken. So lange ich noch nicht auf dem Zahnfleisch krieche und einen Puls von 180 laufe, mache ich das auch immer wieder gerne, denn die funkelnden Augen der Kleinen beim Abklatschen sind auch wieder ein Ansporn ;-) Und hier!? Die Rotslöffel ziehn einfach Ihre Hand zurück, wenn man abklatschen will. Mein Vorschlag: Mit der eigenen Hand der Bewegung der züruckziehenden Hand folgen - nur tendenziell etwas höher.
Klatsch! Klatsch! Klatsch! Schon ist sie fertig - die Watschenparade ;-)
Jaa, ich weiß, daß das fies ist. War ja nur ne Option.
Ein anderer Eindruck, welcher auch zum Saatgut der Watschenparade beigetragen hat, war die Tatsache, daß diese frechen Rotslöffel den gemeinen Marathonläufer nicht nur verarschen, sondern auch gefährden. Ein tolles Spiel scheint es zu sein durch das Läuferfeld von einer Seite zur anderen Seite zu laufen und sich auf der anderen Seite dieser Tat zu rühmen. Vielleicht ist der Ansatz mit der Watschenparade jetzt verständlicher .... ;-)

Zwischendurch ist Dieter Baumann an mir vorbei gerauscht. Später lese ich das er 3:20 min/km auf der Uhr hatte. Das war trotzdem wie ne gefühlte Sujus Zwei. Der Wilfred läuft an der Spitze des Marathons nochmal 20 Sekunden schneller. Wahnsinn!
Für meinen Ruf "DIIIIEEETEEEEERRR!!" kassiere ich einen fragenden Blick von Herrn Baumann ;-)

Jetzt wirds ernst. Zehn Kilometer noch. Mainzer Landstrasse. Fünf Kilometer gerade aus. Ätzend! Der Wind kommt zwar jetzt hauptsächlich von hinten, aber der Bärlauchnudel-Akku ist schon ein bißchen leer. Ich versuche einen 4:30er zu halten um mit meiner HM Zeit noch unter 3:10 zu kommen. Nix zu machen. Sekunde um Sekunde verliere ich bei jedem Kilometer auf den Schnitt. Trotzdem werde ich relativ schneller, da ich hauptsächlich Leute überhole. Bei Kilometer 38 kommt man wieder in die City und hier wartet eine große Überraschung auf mich. Verbissen kämpfe ich mich durch das Spalier der mittlerweile wieder großen Zuschauermasse, da löst sich plötzlich mein Bruder aus einer Gruppe und begleitet mich ein paar Meter. "Schau mal wer da noch wartet" deutet er mir ein paar Meter weiter auf der rechten Seite. Mit ausgestreckter Hand und einem Lächeln auf den Lippen klatsche ich meine Eltern ab.

Den kritischsten Betrachter meiner Laufleistung auf den letzten Kilometern entdecke ich erst nach der kleinen Ehrenrunde, die man noch zu laufen hat.

Trotz oder gerade wegen dem kritischen Blick meines Patenkinds, raffe ich mich auf und nehme die letzten 800m gegen den Wind auf. Den Einlauf in die Festhalle will ich dieses mal bewusst geniesen und nehme raus. Die Zeit ist mir schon lange egal. Es ist phänomenal in die Festhalle zu Frankfurt einzulaufen.
3:10:54
Scheiß auf die Zeit. Es ist soooo schön einen Marathon zu finishen ;-)))

Schnell findet sich eine kleine Truppe von Mitläufern und wir haben Spaß im Zielbereich. Bewegen und Aufstehen können wir wie alle anderen zwar nicht mehr, aber es gibt, gott sei Dank, doppelschrankbreite Security Leute die uns später völlig Tätigkeitsfremd aufhelfen. Die Jungs waren echt cool. Ihr ward wie Zivis zu uns, Danke ;-) *schnell weg*

Duschen, noch ein Klönschnack mit Bruder, Coach und Bodenseeathlet, ein Mützen-Medaillen Foto und schon geht's wieder nach Hause.

Im Bus gibt's ein leckeres Radler und natürlich viele Geschichten.
Ich habe mein Maximum erreicht. Der Marathon ist gut gelaufen, aber über die vier Minuten Unterschied zwischen Hälfte eins und zwei mehr ärgere ich mich ein bißchen. Hätte ich mich realistischer eingeschätzt, wäre es wahrscheinlich besser gelaufen.
Ein bißchen Stolz bin ich, daß ich von elf Läufern (ich und die fünf vor und nach mir im Ziel) der drittkonstanteste war, was den Schnitt angeht.

Das war die Nummer 13.
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Bis demnächst
b-l-a-u

Buchstabendosis erhoehen ...

Montag, 17. April 2006

konzentration

Die letzte Woche vor dem Marathon ist angebrochen.
Was steht noch an?
Gestern war noch ein längerer Lauf über 28,5km, heute Jogging 12km, morgen Ruhetag, Mi 3x1500m, Do 8km Jogging mit Steigerungen, Fr Ruhetag, Sa 5km Jogging mit Steigerungen.
Nur noch 23 Kilometer auf dem Asphalt für die Muskelspannung und das Geschwindigkeitsgefühl.
Aber wieviel „Kilometer“ muß ich mich noch im Kopf vorbereiten?
Ich glaube das wird noch ein hartes Stück Arbeit!
Hannes Schmidt sagte beim letzten Wöhrl-Lauftreff vor knapp zwei Wochen …
… ich solle beim nächsten Treff, der am kommenden Donnerstag wäre, lieber nicht kommen und mich auf meinen Marathon „konzentrieren“.
Konzentrieren? Was gibt es zu konzentrieren? 2:59:59 Endzeit oder 4:15min/km das sind 5 oder 3 Zahlen. Da brauch ich mich nicht zu „konzentrieren“!

Je näher der 23.4 rückt, desto mehr versteh ich was er mit „konzentrieren“ meint.
Auf der Homepage des Hamburg Marathon s sind jetzt die Startblöcke veröffentlicht.
Ich werde mit meiner Startnummer 1759 in Block C stehen. Dort stehen die Starter 1000-1999.


Alle C-Starter haben eine Zielzeit unter drei. A und B natürlich noch „unterdreier“. Letztes Jahr - und das ist sicher auf 2006 übertragbar - sind 515 von 14261 Läufern unter drei Stunden gelaufen.
Das heißt, dass fast drei viertel aller möchte-gern-unter-3-Stunden-Läufer scheitern.

1:3 die Chance es zu schaffen.

Neben Krankheit, Verletzung, Überschätzung und einer falschen Vorbereitung werden bestimmt auch sehr viele Rennen im Kopf verloren. Und genau dem werde ich versuchen entgegenzuwirken.

Eine erhebliche Teil der Spannung baut sich anscheinend von alleine auf. Ich merke das daran, dass ich selbst beim Jogging, wie heute, nicht mehr um jeden Hund laufe, sondern die Hunde respektvoll um mich. Schütte ich andere Hormone aus? Ich habe keine Antwort bekommen. Wenn ich beim Laufen an Sonntag denke oder mich darauf konzentriere, spüre ich das ich die Umgebung ausschalte und annähernd diesen Blick bekomme, wie Olli Kahn oder Lance Armstrong kurz bevor es zur Sache geht.
Und genau das muß es glaub ich sein.
Man muß zum Killer werden. Zum Drei-Stunden-Killer!
Es darf kein anderes Ziel geben, sonst hat man schon verloren.

Ich hatte mir schon überlegt, wie ich mich darauf vorbereite, wenn ich mein Ziel knapp oder klar verpasse, aber dafür darf kein Platz sein!
Hab ich genug trainiert? Hab ich richtig trainiert? Warum habe ich die Zielzeiten in den Vorbereitungswettkämpfen nicht erreicht? Passt das Gewicht? Welche Ernährung in der Vorwoche? Was machen bei schlechtem Wetter? Was ist das für ein Kratzen im Hals? Warum ist die Nasenschleimhaut belegt? Was für ein Zwicken hier? Ein Stechend da?

Es wird nicht einfach sein die Zweifel links liegen zu lassen, das Chancenverhältnis auf Erfolg zu ignorieren und nur das Ziel im Auge zu behalten. Es wird auch ein Rennen am Limit im Kopf werden.
Ich muß in den nächsten Tagen versuchen diese Zweifel auszuräumen und werde mich auf MEINEN Marathon „konzentrieren“.
Und dieser Blog-Beitrag ist ein Teil davon. Denn wenn man eine Sache niederschreibt ist die Chance größer sich in den Kopf zu brennen.
Also:

Ich bin ein Killer!
Ein 3-Stunden-Killer!

Aber keine Angst sonst bin ich noch brav ;-)

so long
b-l-a-u

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Freitag, 14. April 2006

Laufstudie Teil II - Die Analyse

vor drei wochen hat mich coffee beim laufen gefilmt (siehe Laufstudie Teil I). sie hat dazu ihre helmkamera verwendet und ist mir mit dem MTB während eines 10km Tempodauerlaufs inkl. ein- und auslaufen hinterhergefahren. Ich hatte schon ein schlechtes gewissen, weil coffee bestimmt mehr als zwei stunden zeit für mich geopfert hat und ich hatte mir den film bis heute noch nicht ordentlich angeschaut.
wer schaut sich schon gern seine eigenen Fehler kurz vor einem Marathon an ;-))
Heute hatte ich dann doch mal die Zeit und Muse mir die filmchen anzusehen und bin ein bißchen schlauer.


Beim einlaufen waren die bilder noch ein bißchen karl-dall-mäßig nach links und rechts ;) gehangen, aber soweit ich mich erinnere, war das auch erst der zweite richtige einsatz.
pünktlich zum ersten tempokilometer waren die Bilder perfekt ausgerichtet und blieben es auch, so daß es ziemlich gutes material geworden ist.

Es ist natürlich schwer als relativer Laufstil-laie zu analysieren, was gut und was schlecht ist.
Im ersten Moment
ist es glaub ich genauso ein negatives gefühl, wie wenn man seine eigene stimme hört. Mein erster eindruck war das es sehr schwerfällig und undynamisch ausschaut. Gott sei dank weiß ich wie schnell ich dort gelaufen bin, sonst hätte ich mich als normalen Jogger eingestuft.

Was mir nach dem ersten eindruck sofort aufgefallen ist, war die armbewegung. Sie ist enorm wichtig als massenausgleich zu den "wirbelnden" beinen und somit zu unterstützung und zum kräftesparen. Im optimum sollten sie dabei parallel zur Laufrichtung, neuzig grad abgewinkelt mitschwingen. Obwohl ich mich oft auf diese Bewegung konzentriere, hab ich sehr viel querbewegung in den armen. Die Weite des Durchschwingens konnte man leider nicht so gut studieren, da meistens die perspektive von hinten oder - selten - von vorne war. abhilfe erhoffe ich mir durch konstanteres öffnen der Handflächen, da ich persönlich dann paralleler zum körper schwinge.
außerdem vermeidet das öffnen der handflächen beim laufen verspannungen in den schultern. das hat mir der zweifache sieger des nürnberg marathons letzte woche erklärt.

ein zweiter aspekt der mir aufgefallen ist, war die länge der schritte. ich denke, daß ich hier noch einiges an potential habe.
Ein verbesserungspotential wäre mehr Laufschule, insbesondere kniehebelauf, machen.
Ein zweites wäre krafttraining, daß bis jetzt noch gar nicht in meinen Trainingsplänen aufgetaucht ist.

Das dritter was mir vorerst aufgefallen ist, daß ich meiner meinung nach mit dem linken knie o-beinmäßig viel weiter nach außen knick, als mit dem rechten. das erklärt sicher auch, warum ich eher im linken knie ein zwicken hab. das werde ich auf jedenfall mal beim nächsten orthopäden besuch anmerken und fragen, ob man dort mit einlagen gegensteuern kann.
Vielleicht nehm ich auch mal den Laptop mal mit und zeigs ihm, wenn er zeit hat.


Insgesamt find ich es sehr gut, wenn man sich selber mal laufen sieht und ein paar macken abstellen kann.
Wie oft ich z.B. auf die Uhr schau ist auch nicht normal. ;-)) Da muß ich was dagegen tun.

Vielen Dank nochmal an Coffee für den tollen job und gute Besserung.

Jetzt ist's Zeit für nei'n Bett.
Gute Nacht
b-l-a-u

Buchstabendosis erhoehen ...

Montag, 10. April 2006

pavés die zweite

(vor)Gestern hab ich mir ja einen blog-ruhetag gegönnt, obwohl der tag gar nicht so unereignisreich war.

12km laufen, eine nette MTB-Tour zu zweit auf den Moritzberg und anschließend speicherauffüllen thailändischer art als umzugsdankeschön bei guten freunden.

Ja, es werden noch tage kommen da werde ich blog-ruhewochen, -monate und –jahre nehmen ;-)

Aber nun zum heutigen tagesgeschehen....

„tag der pavés“ oder auch „tag der kopfsteinpflaster-passagen“ lautet das motto.

In erster linie sind natürlich die helden aus der hölle des norden gemeint, die beim radrennen paris-roubaix kopf und kragen riskieren. das ist knallharter wettkampf ohne netz und doppelten boden. Genial!

heute war es wieder einmal ein besonders spannendes und ereignisreiches rennen, das letztendlich Fabian Cancellara in einer tollen einzelleistung zum schluss für sich entschied. Ab dem berühmten wald von arenberg wurde von den Favoriten sportlich und taktisch tachales gefahren. Blöd nur das Boonen seine eigenen Leute aus den schuhen gefahren hatte und dann mit 3 discovery channels ein problem hatte. aber auch die kuriositäten kamen nicht zu kurz. Letztere sorgten dafür, dass alle drei ex-postals nicht in die wertung kamen.

Zunächst brach dem hincapies schorsch auf einem pavé-stück das lenkkopflager seines trek radels und er musste die letzten meter seines rennens ohne lenker zu ende fahren. Er schloss seine vorstellung mit einem ziemlich heftigen, aber anscheinend weniger verletzenden überschlag ab.

Guter Abgang, Gute besserung (schorsch)!

Danach haben sich die verbleibenden zwei DCs selbst disqualifiziert, weil sie bei der verfolgung des enteilten cancellaras eine geschlossene Bahnschranke missachteten, was laut UCI-Regeln verboten ist. dieser faux pas wurde durch einen güterzug verursacht, der stahlrollen geladen hatte.

Meine Theorie:

Trek wollten schnell wieder stahlgabeln bauen und ganz nebenbei dem Tom, dem Alessandro und dem Juan Antonio den weg mit dem zug versperren. Ging leider nicht ganz auf. Hättet ihr mal lieber das UCI-Reglement besser gelesen.

Naja auf jeden Fall herzlichen glückwunsch Fabian C. und danke an die restlichen sportler dieser veranstaltung für ein spannendes rennen.

Genau das richtige zum regenerieren nach einem langen Trainingslauf.



Womit wir auch gleich bei der zweiten pavés-geschichte wären:

Auch ich hatte die schwierge aufgabe meinen langen trainingslauf u.a. über furchteinflössende pavés zu absolvieren.

Um neunuhrzehn zog ich mir folglich meine bewerteste körperrüstung über und schnürrte ein paar meiner treuesten turngeräte an die füsse. Außerdem pakte ich mir vorsichtshalber ein paar leinenfetzen in die taschen, da das essen am vortag nicht unscharf war. (letztere maßnahme stellte sich gott sei dank als überflüssig heraus)

Ich mußte also sehr gut vorbereitet sein, denn es sollte in vorbereitung auf die erlegung des dreistundenungeheuers meine längste bewährungsprobe mit einigen hürden werden.

die sonne zeigt auf meiner polarhandgelenksonnenuhr neun uhr zwanzig, als ich mich langsam auf den weg machte. Auf proviant verzichtete ich um meine mobilität zu garantieren. Allerdings verscharrte ich zur sicherheit in der manier eines knochenliebenden hundes eine flasche zaubertrank unter losem laub des letzten herbstes.

Bei meinem weiteren weg überquerte ich zunächst das schlachtfeld der irokesen, die sich seit dem ansteigen der temperatur wieder schwierge kämpfe mit einkaufswägen und anderem transportgerät auf der wöhrder wiese liefern. (Die drecksäcke! ;-)

Bald darauf näherte ich mich auch schon der ersten schwierigen aufgabe des tages:

Der schreckenssteg

Eine östlich von Nürnberg, bei schreckenstegen gelegene holzkonstruktion, die sich im gebaren eines hüftstarren lindwurms über die auen der pegnitz „unschlängelt“. Ich für meinen teil bin der ansicht, das sie möglicherweise von der gefährlichen „anti-hörnchen gruppierung“ verzaubert wurde.

Möglichst wenig erschütterung ist das beste rezept um sich seinem zorn zu entziehen, welcher sich manchmal durch los- und einbrechende planken und spreiselnde handläufe seinen bann bricht.

Mit weiten schritten und langen flugphasen umschiffte ich diese gefahr auch ganz gut.

Nach dem schreckensteg begegnete mir ein guilde die sich darauf vorbereitete die bestie der vierstunden zu besiegen. Deren anführer und ein weiteres partymitglied waren mir aus dem studium der aquaristik bekannt. außerdem hatte ich mit dem anführer dags zuvor, auf der suche nach dem güldenen käsbrot, den schwierigen moritzberg bestiegen.

Nach einem kurzen erfahrungsaustausch setzen wir unsere unterschiedlichen wege fort.


Im weiteren verlauf setzte ich mich kurz der Gefahr der sich im dauerkackrausch befindlichen gänsekolonien aus. die ausgelegten minenfelder wurden durch ein koordinationseinheit überwunden.

Durch die bestandenen abenteuer hatte ich langsam durst bekommen und begab mich erneut richtung ausgangspunkt, um meinen zaubertrank zu bergen. Auch dieses manöver erfordert höchste aufmerksamkeit, da unberechtigt, unangeleinte wolfsrudel den zaubertrank verurinreinigt haben könnten.

Ein weiteres gefahrenpotential stellen die möglicherweise verh5n1ten höckerkameraden da, die die flasche in ihrem derzeitegen nestbauwahn entweder einbauen oder auch auf unterschiedliche art und weise kontaminieren konnten. Letzendlich war auch dies gefahr kein problem für mich.

Langsam an der flasche nuckelnd näherte ich mich dem schwierigstem hinderniss des tages.


Dem Pavés Nummer 1.

das gefährlichste von allen, da es 2, 3, 4 usw. nicht gibt.

Nichtsdestotrotz ist es kein spaß, denn es befindet sich im berüchtigten „wald von vermögeldorf“ und verläuft vor und im gefürchteten „Hammerwerk“ des gleichnamigen ortes.

Ich reduzierte die geschwindigkeit um kraft für die bevorstehende aufgabe zu sammeln und näherte mich langsam diesem unsagbaren ort.

Es machte sich ein zucken an den sohlen bemerkbar.

Kein wunder. lassen doch die worte „wald von vermögeldorf“ und „Hammerwerk“ selbst den treuesten turnschuh erzittern. Es bedarf eines züchtigen Herren mit starkem willen, um die spezies turnschuh daran zu hindern, freiwillig und mit höchstem nachdruck den heimweg anzutreten.

Um nicht in stürze von graubemantelten omis verwickelt zu werden, steigerte ich das tempo und zeigte mich ganz vorne in meiner einer-gruppe.

Ich begang das pavé als erster. Sogleich wurde versucht mir meine bänder und gelenke zu verletzungsgefährlich zu strapazieren. Die sohle der turngeräte wurden durch unsichtbare fäden am boden festgehalten und liesen sich nur mit äußerster kraftaufwendung fortbewegen. Dem solpern nahe quälte ich mich dem langen 30m anstieg hinauf um links in die wirklich hölle einzubiegen. Auch dort wurden meine pedesumschliesenden freunde auf heftigste durch die kanten und überhöhungen der pavé armee bedrängt. Ich geriet ins taumeln, meine aufrechtigkeit stellte sich in einem winkel von 70°10’20“ dar. Am gefürchteten obilisken, dem könig der pavés vorbei erspähte ich das rettende ufer der teerstrasse. Besonders giftige kopftseine griffen nach meinen fussfesseln und meine lage näherte sich immer mehr der horizontalen. 3 meter noch. Ein weiter hieb auf die rechte zehe und den linken unteren fußballen. Die nase bohrt sich fast in den boden. Mit einem letzten aufbäumen reise ich den rechten fuß voran und ereiche das rettende Ufer.


Geschafft!

eine weitere hürde auf dem weg zur erlegung des dreistundenungeheuers war genommen. Auch die turnschuhe freuten sich, so daß ich ihnen zu den 35km zusätzlich gute vier kilometer spendierte. Nach 3 Stunden und 20 Minuten erreichte ich meine burg, stellte die guten fußpferde (ok, ist eigentlich was anderes) in ihren stall und erholte mich bei suppe, internet und glotze.

Und jetzt schlaf ich immer noch nicht, weil ich total bescheuert bin und bis halbzwei nachts diesen bericht schreib ;-))

Ich hoffe er findet trotzdem ein paar interessierte Leser. mir hats a weng spaß gemacht

Gute Nacht
b-l-a-u

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Sonntag, 9. April 2006

tag der pavés

- comming soon -

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